Carbon Wave

„Fertigung von schlanken Textilbeton-Strukturen – vom Biegeträger zur Fläche“ lauten Titel und Slogan des Innsbrucker Wettbewerbbeitrages (mit den teilnehmern Mehmet Koc, Anna Pompermaier, Julian Rudigier und Christoph Schlopschnat).

Die Vision des schalungsfreien, formflexiblen Betonleichtbaues für tragende Konstruktionen, durch Anwendung eines robotergesteuerten Layerdruckverfahrens mit integrierter Carbonbewehrung wird von dem Preisträgerteam auf überzeugende Weise unter Beweis gestellt. Als Zielobjekt wird ein Pavillon aus vier achsensymmetrisch zusammenzufügenden Bauteilen definiert, die jeweils als hybride Biegeträger-Schalenstruktur ausgeführt werden.

Das innovative Konzept einer zukünftig vollautomatisierten Robotertechnologie wird begründet und im Labormaßstab vorgestellt. Sehr schön wird an dem Prototyp beispielhaft gezeigt, dass mit einem senkrechten Betonaufbau, dem schichtweisen Einlegen vorgefertigter Carbongarn-Gitter als bewehrende Fachwerkelemente des Biegeträgers, doppelschalige, dünnwandige Bauteile in großer Formenvielfalt denkbar sind.

So vereint dieser Beitrag die Vorzüge einer neuartigen Produktionstechnologie mit den Vorteilen der Carbonbewehrung für die Zukunft des Bauens. Er assoziiert vielfältige Anregungen zu weiterführenden Entwicklungen und gestalterisch neuartige, anspruchsvolle Anwendungen.