Sieger des Architekturpreises 2009

Die Sieger des Wettbewerbs mit einem Teil der Jury: Petar Bejic, Prof. Manfred Curbach, Konstantin Burkhardt, Denis Derzsi und Alexander Tscherevko, Prof. Peter Offermann und Jan Gerlach (v.l.n.r.) Bild: Ulrich van Stipriaan

Die Sieger des Wettbewerbs mit einem Teil der Jury: Petar Bejic, Prof. Manfred Curbach, Konstantin Burkhardt, Denis Derzsi und Alexander Tscherevko, Prof. Peter Offermann und Jan Gerlach (v.l.n.r.) Bild: Ulrich van Stipriaan

Mit einem Architekturwettbewerb Textilbeton hat das Deutsche Zentrum Textilbeton Architekturstudentinnen und -studenten aufgerufen, sich mit dem neuen Verbundwerkstoff Textilbeton auseinander zu setzen.

Der Wettbewerb, der mit einem Preisgeld von insgesamt 9.000 Euro ausgestattet war, fand in den drei Kategorien „Gebäude / Gebäudeteile / Brücken / Türme / Tragwerke“, „Stadtmöblierung / Freiraumgestaltung“ und „Innenarchitektur“ statt. Eine Jury mit Prof. Manfred Curbach (Institut für Massivbau, TU Dresden; Sprecher der Jury), TUD-Rektor (und Landschaftsarchitekt) Prof. Hermann Kokenge, Prof. Gunter Henn (Wissensarchitektur TU Dresden) und Prof. Peter Offermann (Deutsches Zentrum Textilbeton) bewertete die eingereichten Entwürfe. „Die ausgezeichneten Entwürfe haben nicht nur gezeigt, wie vielfältig und kreativ man Textilbeton einsetzen kann, sie geben den Wissenschaftlern auch Anregungen, in welche Richtung weiter zu forschen sei!“ sagte Prof. Curbach bei der Preisverleihung.

Die Sieger des Architekturwettbewerbs Textilbeton wurden im Rahmen der internationalen Tagung CTRS4 im Festsaal des Rektorats der TU Dresden ausgezeichnet.

Preisträger in der Kategorie Kategorie A „Gebäude/ Gebäudeteile/ Brücken/ Türme/ Tragwerke“ ist Petar Bejic, der im Oktober 2008 sein Diplom an der Universität Stuttgart machte. Sein Projekt „Porifera“ zeichnet sich nach Meinung der Jury durch eine konsequente durchgängige Bearbeitung von der Berechnung über Einzelteile, Segmentbildung bis zum Gesamtbauwerk aus. „Mit Ihrer Arbeitsweise haben Sie dem SFB neue Anregungen und Denkanstöße zur Entwicklung und Konstruktion mit Textilbeton, wie wir ihn interpretieren, gegeben!“ betonte Prof. Curbach.

Preisträger in der Kategorie B „Stadtmöblierung/ Freiraumgestaltung“ sind Konstantin Burkhardt, Denis Derzsi und Alexander Tscherevko. Auch sie kommen aus Stuttgart und studieren dort Architektur. Ihr Projekt war ein Schalentragwerk zur Freiraumgestaltung, das sie auf den Stuttgarter Schlossplatz in ein historisch geprägtes Ambiente stellten. Das Projekt, befand die Jury, sei „durch das Aufgreifen der Schalenform eine gelungene Interpretation der Freiformbarkeit des Textilbetons. Durch die perfekte Formbildung, die sich sehr gut in die gewählte Umgebung einpasst, wird die Schlankheit von Textilbeton widergespiegelt.“

In der Kategorie C „Innenarchitektur“ gewann Jan Gerlach aus Berlin. Der Galerist aus Cottbus studiert Produktdesign an der FH Potsdam und wurde mit seinem „concrete desk“ Sieger. Der Schreibtisch vereine Funktionalität und Schönheit in der Formgebung und nutze neue Vorzüge der Bauweise mit Textilbeton „Schlankheit und Freiformbarkeit“ optimal aus, meinte die Jury. Prof. Curbach: „Sie geben neue Anregungen und Ansätze für Entwicklungen von Funktionsmobiliar und technische Ausstattungselemente, z.B. für Laborausstattungen!“

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